Osterhase

So viele Ostereier und nur 1 Osterhase?

Man fragt sich, wie der Osterhase es wohl schafft, alle Osternester mit den bunten Eiern rechtzeitig und nur in einer Nacht zu füllen. Lange habe ich mich umgehört und nun weiß ich endlich, was da alles passiert, dass in der Osternacht nichts schiefgeht. Scheinbar helfen ganze Hasenfamilien dem Osterhasen. In den vielen Osterhasen-Werkstätten wird gearbeitet ohne Pause. Nester werden geflochten, die vielen Farben werden gekocht und die Eier später bemalt. Die große Schar Osterhasen-Hasenhelfer sausen dann los, mit vielen Osterkörbchen und suchen gute Verstecke auf dem Land und in der Stadt, damit die Kinder es nicht leicht haben, die bunten Nester schnell zu finden.

Wieso ist es der Hase, der die Ostereier bringt?

Wann hörte man das erste Mal vom Osterhasen?

Bereits im Mittelalter thematisierte man den Hasen in Bildern als Symbol für Ostern. Bis ins 16 Jahrhundert hinein war es aber nicht nur der Hase, der die Eier brachte, sondern verschiedene Tiere. Vieler Orts kam zum Beispiel der Kuckuck, in Westphalen der Fuchs, um die Eier zubringen, der Storch kam in Thüringen, in Schleswig-Holstein, Sachen und Oberbayern bescherte der Hahn die Eier. Im Jahre 1682 erwähnte dann als scheinbar erster der Medizinprofessor  G. Franck von Frankenau aus Heidelberg in einem medizinischen Handbuch den heute berühmten Osterhasen sowie die Ostereier. Er schrieb darin, dass die Ostereier Unwohlsein hervorrufen. Laut dem Arzt stammt der Osterhase aus dem Elsass.

Usere kleinen Freunde die Osterhasen?

Vielleicht ist es der Hase, der sich durchgesetzt hat und nun die Eier bringt und kein anderes Tier, weil Menschen Hasen einfach süß und kuschelig finden. Im Frühling kommen sie ganz keck in die Vorgärten und freuen sich, dass der Frühling wieder da ist. Sie springen frech und lustig herum und sind neugierig. Außerdem sind sie extrem flink und nur ihnen ist wirklich zuzutrauen, dass sie es schaffen, allen Kindern Osternester zu verstecken ohne jemals entdeckt zu werden.
Außerdem haben die Hasen bereits am Anfang des Frühlings ihre vielen kleinen Hasenkinder dabei. So steht der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit. Er wurde auch als heiliges Tier der griechischen Liebesgöttin Aphrodite sowie der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostera zugeteilt.

Oder ist der Hase so zum Osterhasen geworden?

Dann gibt es aber auch die Geschichte von dem missglückten Osterbrot-Lamm, welches sich scheinbar so sehr im Backofen verformt hat, dass es am Ende einem Hasen ähnlicher sah, als dem Osterlamm. Auch eine Möglichkeit, dass der Hase am Ende das „Rennen“ gemacht hat.
Der Hase ist ein Mondtier und da das Osterfest am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert wird, kann auch dies ein Grund dafür sein, dass uns der Hase die Eier beschert.

Auf jeden Fall freuen wir uns auf Ostern, den Osterhasen, die bunten Eier und vielleicht kleine Geschenke!