Viele verschiedene Osterbräuche
Osterbräuche sind in Deutschland ebenso fest verwurzelt wie die Bräuche in der Advents- und Weihnachtszeit. Kein Wunder, ist doch das Osterfest das wichtigste Fest der Christlichen Kirche. Die Auferstehung Jesu als Christliches Thema des Osterfestes trifft mit dem Aufblühen der Natur in der Frühlingszeit zusammen.
Was passiert in der Osterwoche / Palmsonntag?
Die Karwoche vor Ostern beginnt mit dem Palmsonntag. Einer der vielen Osterbräuche ist es an diesem Tag, dass derjenige, der zuletzt aus dem Bett kommt, der “Palmesel” ist und den ganzen Tag darüber Scherze gemacht werden. Die Weihe der Palmzweige ist dagegen der wichtigste Christliche Brauch. Vor allem auf dem Land bringen viele Menschen selbst geschnittene Zweige in die Kirchen, um diese weihen zu lassen. In manchen Gegenden wird am Palmsonntag auch das Szenario des Einzugs Jesu in Jerusalem in einem Zug durch die Stadt nachgestellt. Mit Blumen geschmückt wird die Figur des Jesus durch die Straßen gezogen.
Die verschiedenen Osterbräuche am Gründonnerstag
Gründonnertag ist jener Tag, an dem Jesus mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl feierte. Viele kennen die Tradition, dass der Papst in Rom Kardinälen und Bischöfen die Füße wäscht. Auch in den Gemeinden passiert dies durch die Pfarrer. Die Fußwaschung ist ein wichtiger Punkt am Gründonnertag. Ansonsten gibt es verschiedene Bräuche, die mit Speisen zu tun haben. Man soll am Gründonnertag unbedingt etwas Grünes, beispielsweise eine Kräutersuppe, essen. In anderen Gegenden soll Honig aufs Brot oder ein Gründonnerstagsei wird verspeist – als Vorfreude auf Ostern.
Karfreitag
Karfreitag – die Glocken in den Kirchen schweigen. Der Überlieferung nach fliegen sie nach Rom und kehren erst in der Osternacht zurück. In der Evangelischen Kirche ist der Karfreitag der höchste Feiertag. Es werden die großen Passionen aufgeführt, die Matthäuspassion von Bach beispielsweise. Um 15 Uhr ist es ganz still. Dies soll die Todesstunde Jesu sein. Traditionelle Mahlzeit dieses wichtigsten Fastentages ist Fisch in allen Varianten.
Was für Osterbräuche existieren am Karsamstag?
Karsamstag ist traditionell der Tag, an dem das “Heilige Grab” in den Kirchen aufgestellt wird. Es finden Betstunden davor statt. Mancherorts gehen auch zur vollen Stunde noch die Ratschenbuben um. Diese Ministranten werden als “Ersatz” für die Kirchenglocken eingesetzt und lärmen mit ihren Rasseln durch den Ort.
In den Familien wird häufig gebacken. Denn Karsamstag ist der ideale Tag, das Osterlamm herzustellen. Aus Biskuitteig wird es meist gebacken, entweder mit Schokolade glasiert oder mit Puderzucker bestreut. Nicht fehlen darf aber die Fahne, welches es als “Lamm Gottes” ausweist.
Zum Abend hin, wenn es dunkel wird, flackern in vielen Gegenden die Osterfeuer von den Hügeln – auch eines der besonderen Osterbräuche. Ebenfalls gibt es den Brauch, dass Feuerräder die Berge hinab gerollt werden. Doch dies ist in Deutschland auf Grund der Verhältnisse nur selten möglich.
In der Osternacht
Eines der traditionellen Osterbräuche ist es, dass in den Kirchen, in der Messe der Osternacht erstmals die Osterkerzen entzündet werden. Nun ist die Leidenszeit vorbei, der Heiland ist auferstanden. Ostern ist für die Christliche Kirche ein Freudenfest und wird als solches begangen.
