Weitere Osterbräuche

Osternest und die Suche danach

Doch für viele Kinder ist etwas ganz anderes die Hauptsache am Osterfest. Eines der schönsten Osterbräuche ist es, am Ostermorgen in den Garten zu flitzen und die große Suche zu starten. Die Suche nach den Ostereiern und Osternestern. Der Osterhase soll sie gebracht haben. Auch wenn fast jedes Kind weiß, dass die Eltern die eigentlichen Gabenbringer sind, ist der Osterhase doch immer präsent. Die Geschichten über ihn prägen sich in den kindlichen Geist ein. Ostereier werden schon in der Woche vor Ostern gefärbt. Heute werden allerdings kaum noch hartgekochte Eier in die Nester der Kinder gelegt, vielmehr befinden sich diese auf dem gedeckten Tisch für das Osterfrühstück.
In den Nestern befinden sich viel eher Schokoladeneier und kleine Geschenke.

Welche Osterbräuche gibt es am Ostermontag?

Am Ostermontag finden vielerorts Osterumritte als eins von vielen verschiedenen Osterbräuchen statt. Auf dem Lande ist es gern gelebter Brauch, mit den Pferden durch den Ort zu ziehen und diese segnen zu lassen.
Zu den verbreitesten Osterbräuchen gehört sicherlich der Osterspaziergang mit der Familie. Es geht hinaus auf das Land oder in den Park. “Vom Eise befreit…” dichtete Goethe im berühmten “Faust” und auch heute genießt man das Erwachen der Natur zum Osterfest.

Ostern

Ostern ist das älteste Fest der Christen. Schon sehr früh feierten die frühchristlichen Gemeinden dieses Fest. Zurück geht es übrigens auch auf eine in Augen der Christen “heidnische” Festivität – das römische Fest zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara. Der Name Ostern kommt jedoch von dem fränkischen Wort “austro”, “osten” – dort wo die Sonne aufgeht. Denn Ostern ist das Fest, an dem endlich nach einem langen, harten Winter wieder das erste Grün hervor bricht.

Weitere Osterbräuche

Auch viele heutige Osterbräuche sind gar nicht so christlich wie sie zunächst scheinen. Da wäre zum Beispiel Lätare oder das Fest Mittfasten in der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern. Das Verbrennen von Strohpuppen, dem “Winter”, zu diesem Zeitpunkt geht diese uralten Bräuche auf die Germanen zurück. Ebenso auch das Osterfeuer. All dieses Verhalten hat damit zu tun, dass die Menschen während des Winters leiden mussten. Die Vorräte gingen gegen Ende der kalten Jahreszeit zur Neige und viele Menschen starben an Hunger und Kälte. Der Winter sollte bewusst vertrieben werden. Da das Licht auch ein christliches Symbol ist, wurden viele Sachen einfach als Osterbräuche übernommen.

Der geliebte Osterhase

Eines der süßesten Osterbräuche hierzulande ist der Osterhase. Warum jedoch eigentlich das Osterei und der Osterhase? Gerade das Ei ist ein besonderes Symbol in vielen Kulturen. Es ist der Ursprung des Lebens. Jede Art von Leben entsteht in einem Ei. Deshalb ist es vielleicht das schönste Symbol der Welt. Die christliche Symbolik interpretiert das Ei als “außen hart, innen lebendig”. So wie das Grab Jesu aus welchem der Heiland auferstehen sollte.
Auch der Osterhase gilt als äußerst fruchtbar. Da Hasen im Frühling über die Felder hoppeln – immer auf der Suche nach einer “Braut” – war es nur selbstverständlich, dass er bei den Menschen eine Assoziation mit dem Osterfest hervor rief.

Ostern – das Fest

Ostern ist ein bewegliches Fest. Die Diskussion, wann es genau stattfinden sollte, löste in der Kirche sogar große Konflikte aus. Schließlich wurde doch ein Datum bestimmt: der Sonntag nach dem ersten Vollmond in der Frühlingszeit. Der Frühling beginnt am 21. März.

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